Titel
Adlkofen-Bilder.de
Adlkofen
Kirchenführer von Lothar Brey



Der heilige Florian

Florian, geboren in der Nähe von Wien, war der Legende nach als ein römischer Heeresbeamter in St. Pölten (Cetium) tätig. Er war ein eifriger Anhänger der christlichen Glaubenslehre und soll schon in seiner Jugend ein brennendes Haus durch sein Gebet gerettet haben.

 

Unter der Herrschaft von Diokletian wurden auch in den römischen Provinzen die Christen grausam verfolgt. In der Provinz Norikum befolgte der römische Statthalter Aquilinius gewissenhaft die Anweisungen seines Kaisers. Er ließ viele Christen gefangen nehmen, in den Gefängnissen warteten sie auf die Vollstreckung des Todesurteils.

 

Florian hörte von diesen Gefangennahmen und machte sich auf den Weg, um den Eingesperrten, unter denen sich auch viele Soldaten befanden, zu helfen. Unterwegs stieß er auf einen Trupp Soldaten, die den Auftrag hatten, weitere Christen aufzuspüren. Er gab sich ihnen als gläubiger Christ zu erkennen, wurde daraufhin gefangengesetzt und zum Präfekten Aquilinius gebracht.

 

Der römische Statthalter wollte mit dem tüchtigen und geachteten Offizier nichts zu schaffen haben und er versuchte, Florian von seinem Glauben abzubringen. Er forderte ihn auf, den heidnischen Göttern Opfer zu bringen und befahl ihm, seinem Glauben abzuschwören. Dazu war der heilige Florian indes nicht bereit, und Aquilinius verspottete ihn wegen seiner Überzeugung.

 

Nun betete Florian lauthals zu Gott, er möge ihm bei dieser schweren Prüfung beistehen. Dies erzürnte den Statthalter derart, dass er Florian erbarmungslos martern ließ. Als der Heilige auch dieser Tortur tapfer standhielt, gab er den Befehl, man solle ihn in der Enns ertränken.

 

Auf der Brücke band man ihm einen Mühlstein um den Hals. Nachdem Florian noch ein Gebet gesprochen hatte, war niemand bereit, den geachteten Mann in die Fluten zu stoßen. Doch plötzlich drängte sich ein junger Mann durch Menschenmenge und versetzte dem Gefesselten von hinten einen Stoß, sodass Florian in die Tiefe stürzte und ertrank.

 

Der hinterhältige Mörder soll daraufhin auf der Stelle erblindet sein, und er konnte sich nicht mehr mit eigenen Augen von seiner meuchelnden Tat überzeugen. Dies alles ereignete sich im Jahre 304.

 

 

Dargestellt wird der Heilige Florian als Krieger, mit Rüstung, Schwert und Kriegsfahne, einen Wasserkübel in der Hand haltend und damit ein brennendes Haus löschend, zuweilen hat er einen Stein um den Hals gebunden.