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Adlkofen
Kirchenführer von Lothar Brey



 

Die im Hauptschiff angebrachten Deckengemälde der sechs Heiligen, die wie Abziehbilder über den Achteckpfeilern prangen, sind neueren Datums. Sie wurden in den Jahren 1938 - 40 von dem Landshuter Maler Schwarz auf Geheiß des damaligen Pfarrers Bäumler, eines recht aktiven Mannes, aufgemalt. Die Auswahl gerade dieser Heiligen entspringt eher den persönlichen Vorstellungen und Wünschen von Pfarrer Bäumler.

Unter den Abgebildeten ist auch die Heilige Katharina, die, zusätzlich zu dem obligatorischen Rad, einen Palmzweig in der Hand hält. Mit einem Palmzweig werden viele (s.a. Nepomuk-Statue und Sebastian-Altar), aber  nicht alle (siehe Florianaltar) Märtyrer dargestellt. Seine Bedeutung geht zurück auf den Einzug in Jerusalem:

"..... Da nahmen sie Palmzweige, zogen ihm entgegen und riefen: 'Hosanna! ........... So legte denn die Volksmenge, die zugegen gewesen,.... Zeugnis für ihn ab;.... " (Joh. 12, 13 - 19)
Der Palmzweig in den Händen der Wartenden ist das äußerlich sichtbare Zeichen der Verbundenheit mit Jesus, den umstehenden Pharisäern zum Trotz.

Die Palme, die jedem Sturm trotzt und dem Menschen vieles bietet, galt schon in Altmesopotamien als heiliger Baum, in Ägypten war sie ein Symbol für ein un-endliches Leben, Griechen und Römern galt sie als Siegestrophäe.

In der Apokalypse sind die Märtyrer in weiße Kleider gehüllt und sie halten "... Palmzweige in ihren Händen ...." (Offb. 7,9) als Zeichen dafür, dass sie das Irdi-sche überwunden und somit den endgültigen Sieg, das Ewige Leben erreicht ha-ben.

Der hierzulande übliche Brauch mit den "Palmbuschen", der ebenso auf diese Ursprünge zurückgeht, sei hier nur am Rande erwähnt.